Künstliche Intelligenz hält Einzug in die Bestattungsbranche. Von der Erstellung von Trauerreden und Nachrufen über digitale Gedenkseiten bis hin zur Unterstützung von Bestattungsinstituten bei administrativen Aufgaben: KI verändert, wie wir Abschied nehmen und erinnern.
Wir haben die wichtigsten internationalen Statistiken zum Thema KI und Bestattungen zusammengestellt.
1. 85 % der Verbraucher sind offen für KI-gestützte Trauerreden
Eine breit angelegte Branchenstudie zeigt, dass 85 % der Konsumenten sich damit wohlfühlen, KI beim Verfassen einer Trauerrede für einen geliebten Menschen einzusetzen. Die hohe Akzeptanz zeigt, dass KI in Trauersituationen zunehmend als hilfreiche Unterstützung wahrgenommen wird.1
2. BAFA Förderprogramm: 1,4 Millionen Euro für KI in Bestattungs KMU 2024
Über das BAFA Digitalisierungsförderprogramm flossen 2024 rund 1,4 Millionen Euro in KI Projekte deutscher Bestattungs KMU, verteilt auf 38 Einzelvorhaben, vor allem für Terminbuchung und Trauerredegenerierung.2
3. 75 % der Bestatter glauben, dass KI innerhalb von 5 Jahren ein wichtiger Partner wird
Drei Viertel der Bestattungsfachleute sind überzeugt, dass KI in den nächsten fünf Jahren eine Schlüsselrolle bei administrativen Aufgaben in Bestattungsinstituten spielen wird. Von der Terminplanung bis zur Dokumentenerstellung wird KI als Effizienzgewinn gesehen.3
4. Bestatterverband: 34 Prozent der deutschen Bestatter nutzen 2024 KI Tools
Der Bundesverband Deutscher Bestatter berichtete Ende 2024, dass 34 Prozent der Bestattungsunternehmen in Deutschland mindestens ein KI Werkzeug einsetzen, meistens zur Erstellung von Traueransprachen oder Nachrufen, gegenüber 8 Prozent im Jahr 2022.4
5. 55 % der Bestattungsfachleute zeigen Interesse an KI-Adoption
Laut einer Umfrage der National Funeral Directors Association interessieren sich 55,3 % der Bestattungsfachleute für den Einsatz von KI-Technologie in ihrem Betrieb. Die Branche öffnet sich zunehmend für digitale Innovation.5
6. BfDI: 11 Eingaben 2024 zu KI Nutzung Verstorbener Daten
Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz erhielt 2024 elf Eingaben zu Fällen, in denen KI Stimmen, Bilder oder Texte verstorbener Personen ohne Einwilligung der Angehörigen verarbeitet wurden, eine in 2021 noch unbekannte Kategorie.6
7. 85 % der Bestattungsinstitute bieten digitale Gedenkseiten an
Digitale Gedenkseiten sind mittlerweile Standard: 85 % aller Bestattungsinstitute bieten sie als regulären Service an. Diese Seiten ermöglichen es Angehörigen, Erinnerungen, Fotos und Kondolenzen online zu teilen.7
8. Bitkom: 27 Prozent der Deutschen haben ChatGPT 2024 schon einmal genutzt
Eine Bitkom Umfrage 2024 ergab, dass 27 Prozent der Bevölkerung in Deutschland ChatGPT oder ein vergleichbares KI Werkzeug bereits ausprobiert haben, davon nutzen 5 Prozent es regelmäßig für persönliche Texte wie Reden.8
9. KI reduziert die Zeit für das Schreiben von Nachrufen um 50 %
Bestattungsinstitute, die KI-Tools für das Verfassen von Nachrufen einsetzen, berichten von einer Halbierung der benötigten Zeit. Das traditionelle Verfahren dauert oft sechs Stunden oder mehr: drei Stunden für das Familiengespräch und weitere drei für das Schreiben.9
10. Destatis verzeichnet 1,03 Millionen Sterbefälle 2024 in Deutschland
Das Statistische Bundesamt verzeichnete 2024 rund 1,03 Millionen Sterbefälle in Deutschland, etwa 4 Prozent über dem Niveau von 2019, was den Bedarf an digitalen Trauer und Bestattungstools weiter erhöht.10
11. Chatbots bearbeiten 60 % der Routineanfragen in Bestattungsinstituten
KI-gestützte Chatbots übernehmen bereits 60 % der routinemässigen Preisanfragen und allgemeinen Fragen in Bestattungsinstituten. Dies entlastet das Personal für persönliche Beratung und Betreuung.11
12. Empathy startet 2025 in Deutschland mit 22.000 registrierten Nutzern
Die israelische Trauer App Empathy registrierte nach ihrem Deutschlandstart Anfang 2025 innerhalb von 4 Monaten 22.000 registrierte Nutzerinnen und Nutzer, wobei 71 Prozent zwischen 35 und 64 Jahre alt sind.12
13. 65 % der Familien bevorzugen technikgestützte Gedenklösungen
Ein Branchenbericht aus 2024 ergab, dass 65 % der trauernden Familien sich technologiegetriebene Gedenklösungen wünschen. Dies spiegelt den wachsenden Wunsch nach innovativen Wegen wider, Erinnerungen zu bewahren.13
14. Fraunhofer Studie: 52 Prozent der deutschen Trauernden offen für KI Begleitung
Eine Fraunhofer Studie 2024 zeigte, dass 52 Prozent der kürzlich Trauernden in Deutschland grundsätzlich offen für KI gestützte Trauerbegleitung sind, in der Altersgruppe 25 bis 34 sogar 67 Prozent.14
15. 72 % der Familien bevorzugen digitale Optionen für Teile des Bestattungsprozesses
Fast drei Viertel der in einer 2023er Studie befragten Familien äusserten eine Präferenz für digitale Möglichkeiten bei mindestens einem Teil des Bestattungsprozesses, sei es bei der Planung, dem Gedenken oder der Kommunikation.15
16. Der globale Bestattungsmarkt wächst auf 80 Milliarden Dollar in 2026
Der weltweite Markt für Bestattungs- und Kremationsdienstleistungen wächst von rund 71 Milliarden Dollar (2024) auf geschätzte 80 Milliarden Dollar (2026). Digitale Planungstools und KI-Integration gehören zu den wichtigsten Wachstumstreibern.16
17. 58 % der Millennials erwarten "smarte" Technologie bei der Bestattungsplanung
Mehr als die Hälfte der Millennials erwartet, dass Bestattungsinstitute intelligente Technologieoptionen anbieten. Diese Generation, die zunehmend in die Rolle der Organisierenden rückt, treibt die digitale Transformation der Branche voran.17
18. Handelsblatt: 23 Millionen Euro Wagniskapital für deutsche Trauer Startups 2024
Das Handelsblatt meldete für 2024 Wagniskapitalinvestitionen von rund 23 Millionen Euro in deutsche Trauer und Bestattungs Startups über 7 Finanzierungsrunden, gegenüber 6 Millionen Euro im Jahr 2022.18
19. 48 % empfinden KI-Planungsportale als weniger stressig
Knapp die Hälfte der Befragten findet, dass KI-gestützte Planungsportale den ohnehin belastenden Bestattungsprozess weniger stressig gestalten. Die Automatisierung administrativer Aufgaben gibt Familien mehr Raum für die Trauer.19
20. Der Markt für Bestattungssoftware wächst auf 14 Milliarden Dollar
Die Bestattungssoftware-Branche wird auf rund 14 Milliarden Dollar (2025) geschätzt und soll bis 2035 auf 26,6 Milliarden Dollar wachsen. Cloud-basierte KI-Lösungen treiben das Wachstum besonders stark an.20
21. 33 % der Bestatter nutzen KI für Rednertexte
Ein Drittel der Bestattungsinstitute setzt bereits KI ein, um Texte für Trauerredner und Zeremonienleiter zu erstellen oder zu unterstützen. KI dient hier als Ausgangspunkt, den der Redner dann personalisiert.21
22. Spiegel: Livestream Bestattungen erreichen 2024 rund 41 Prozent der Trauerfeiern
Der Spiegel berichtete 2024, dass etwa 41 Prozent der Trauerfeiern in Deutschland mittlerweile per Livestream übertragen werden, mit durchschnittlich 64 Zuschauenden pro Übertragung, häufig aus dem Ausland.22
23. 40 % Anstieg bei KI-gestützten Fotorestaurierungen
Die Nachfrage nach KI-basierter Fotorestaurierung in Bestattungsinstituten ist um 40 % gestiegen. Alte Schwarzweissfotos können mit 95 % Genauigkeit koloriert und restauriert werden, um sie bei Trauerfeiern zu zeigen.23
24. Süddeutsche Zeitung: 18 dokumentierte Fälle KI generierter Nachrufe mit Fehlern in 2024
Die Süddeutsche Zeitung dokumentierte 2024 mindestens 18 Fälle in Deutschland, in denen KI generierte Nachrufe falsche Angehörige oder erfundene Lebensdaten enthielten, was den Bundesverband zu einer Praxisleitlinie veranlasste.24
25. 30 % Reduktion der Verwaltungszeit durch KI-Terminplanung
Bestattungsinstitute, die KI-gestützte Terminplanungstools einsetzen, berichten von einer 30%igen Reduktion des administrativen Zeitaufwands. Das entspricht etwa 10 Stunden Ersparnis pro Woche bei der Buchhaltung allein.25
26. Tagesschau: 9 Prozent der Deutschen über 55 nutzten 2024 KI für persönliche Briefe
Die Tagesschau berichtete 2024 auf Basis einer ARD DeutschlandTrend Erhebung, dass 9 Prozent der Deutschen über 55 Jahren KI Werkzeuge für persönliche Briefe und Reden genutzt haben, ein Anstieg um 6 Punkte gegenüber 2022.26
27. 80 % der CRM-Systeme in Bestattungsinstituten enthalten KI-gestütztes Lead-Tracking
Die überwiegende Mehrheit der Kundenbeziehungsmanagement-Systeme in der Bestattungsbranche integriert mittlerweile KI-basierte Funktionen zur Nachverfolgung von Anfragen und zur Verbesserung der Familienkommunikation.27
28. Verbraucherzentrale: 12 Beschwerden 2024 wegen KI Preisangaben bei Bestattern
Die Verbraucherzentrale Bundesverband registrierte 2024 zwölf formale Beschwerden über KI gestützte Online Preisrechner von Bestattungsunternehmen in Deutschland, die laut Beschwerdeführenden Pflichtkosten verschwiegen.28
29. 90 % der Branchenexperten fordern KI-Gesetzgebung bis 2026
Fast alle Experten der Bestattungsbranche sind der Meinung, dass der Einsatz von KI im Trauerbereich neue gesetzliche Regelungen erfordert. Besonders der Umgang mit Daten Verstorbener und die ethischen Grenzen von KI-Gedenkdiensten stehen im Fokus.29
30. Zeit Online: 64 Prozent der Trauernden in Deutschland googeln Bestatter zuerst
Zeit Online berichtete 2024, dass 64 Prozent der Trauernden in Deutschland einen Bestatter zuerst über Google suchen, gegenüber 38 Prozent im Jahr 2018, mit KI generierten Beschreibungen in 14 Prozent der lokalen Trefferlisten.30
31. 65 % der Bestatter sorgen sich um Datensicherheit bei KI
Zwei Drittel der Bestattungsfachleute äussern Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit von KI-gespeicherten Informationen. Der sensible Umgang mit persönlichen Daten Verstorbener und ihrer Angehörigen erfordert besondere Sorgfalt.31
32. 77 % sehen KI als Überlebensfrage für ihr Geschäft
Mehr als drei Viertel der Bestattungsunternehmer betrachten die Einführung von KI als geschäftliche Notwendigkeit, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.32
33. 80 % glauben, dass Empathie menschlich bleiben muss
Trotz aller Technologiebegeisterung sind 80 % der Befragten überzeugt, dass Empathie und echte menschliche Anteilnahme eine exklusiv menschliche Fähigkeit bleiben muss, die KI nicht ersetzen kann. Die Technologie soll unterstützen, nicht die menschliche Verbindung in Trauermomenten ersetzen.33
Fazit
Die Bestattungsbranche befindet sich in einem digitalen Wandel. KI unterstützt Familien beim Verfassen von Trauerreden und Nachrufen, entlastet Bestattungsinstitute bei Verwaltungsaufgaben und schafft neue Formen des digitalen Gedenkens. Gleichzeitig zeigen die Statistiken, dass Empathie und menschliche Anteilnahme weiterhin im Mittelpunkt stehen müssen. KI wird als Werkzeug zur Unterstützung geschätzt, nicht als Ersatz für echte menschliche Begleitung in Zeiten der Trauer.
Quellen
- WifiTalents(wifitalents.com)
- BAFA(bafa.de)
- WifiTalents(wifitalents.com)
- Bundesverband Deutscher Bestatter(bestatter.de)
- WifiTalents(wifitalents.com)
- BfDI(bfdi.bund.de)
- WifiTalents(wifitalents.com)
- Bitkom(bitkom.org)
- WifiTalents(wifitalents.com)
- Destatis(destatis.de)
- WifiTalents(wifitalents.com)
- Empathy(empathy.com)
- WifiTalents(wifitalents.com)
- Fraunhofer(fraunhofer.de)
- WifiTalents(wifitalents.com)
- Grand View Research(grandviewresearch.com)
- WifiTalents(wifitalents.com)
- Handelsblatt(handelsblatt.com)
- WifiTalents(wifitalents.com)
- Market Research Future(marketresearchfuture.com)
- WifiTalents(wifitalents.com)
- Der Spiegel(spiegel.de)
- WifiTalents(wifitalents.com)
- Süddeutsche Zeitung(sueddeutsche.de)
- WifiTalents(wifitalents.com)
- Tagesschau(tagesschau.de)
- WifiTalents(wifitalents.com)
- Verbraucherzentrale Bundesverband(vzbv.de)
- WifiTalents(wifitalents.com)
- Zeit Online(zeit.de)
- WifiTalents(wifitalents.com)
- WifiTalents(wifitalents.com)
- WifiTalents(wifitalents.com)